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Womit Designer Diplom machen
18 Absolventinnen und Absolventen zeigten drei Tage lang ihre Arbeiten: Vom Image der Kammerjäger bis zum Elend auf Deutschlands Straßen
Vom Image der Kammerjäger bis zum Elend auf Deutschlands Straßen
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Patrycjus Kmieciak: Trailer für die Berlinale 2005. Es handelt sich um eine Serie von sechs Trailern. |
Zweimal im Jahr präsentieren junge Designer ihre Diplomarbeiten der Öffentlichkeit, in diesem Semester gleich 18. Dabei haben sich die Studierenden während Ihres Studiums unterschiedlichste Schwerpunkte gesetzt: Das Spektrum reicht von Typografie, Fotografie und Film bis hin zu Illustration. Alle Arbeiten sollen für wirkliche Kunden funktionieren oder tun es sogar schon. So werden Plakate für die Stadtbibliothek Mönchengladbach demnächst veröffentlicht. Die Plakate für den Londoner Zoo könnten auch an der nächsten Bushaltestelle hängen.
Ein Corporate-Identity-Konzept für die Stadt Wuppertal und ein Corporate Design aus dem Bereich Rehabilitation und Medizin zeigen unterschiedliche Einblicke für die Kommunikation einer Kommune und eines Unternehmens. Mit den Mitteln der Fotografie präsentieren sich die Themen "Partywelten" und Naturmedizin.
Diplomarbeiten aus dem Bereich Film zeigen die Möglichkeiten des Mediums: Ein Dokumentar Film gewährt Einblick in den Alltag dreier Schwestern in Syrien, ein Imagefilm widmet sich dem Vespa-Roller und ein Kino-Trailer der Berlinale 2005.
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Daniela Höhmann: Kommunikationskonzept für Kammerjäger. |
Kampagnen für Urlaub zu Hause, Kaffee, Sicherheit auf deutschen Straßen und Schädlingsbekämpfung zeigen in Anzeigen und Plakaten wie durch eine andere Sicht auf die Dinge Konsumenten und Betroffene angesprochen werden können.
Die Ausstellung der Diplom-Arbeiten im Uni-Gebäude Haspeler Straße lud zum staunen, lesen, anfassen, durchblättern ein, beispielsweise mit einem Buch zum Thema Fleisch oder einem Heft mit Illustrationen zu einem Märchen oder in "Fama" - einem Magazin für Gerüchte. Dabei waren Skizzenbücher, Recherchematerialien und alles in Allem der Blick über die Schulter der Nachwuchsdesigner sicher ein besonderer Anreiz für die Besucher.
Nina Zierholtz widmete sich dem Londoner Zoo mit acht Plakate. Ihr ging es darum, nicht wie oft üblich auf den Plakaten nur Tiere zu zeigen, sondern typische Zootiere durch Menschen darzustellen, die eine ähnliche Haltung eines bestimmten Tieres nachahmen. Weil Tiere werden oft vermenschlicht. Die Vertierlichung von Menschen soll dies karikieren.
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Nina Zierholtz: "London Zoo" (8 Plakate). |
Daniela Höhmann befasste sich mit einem Kommunikationskonzept für Schädlingsbekämpfung, für die so genannten "Kammerjäger", deren schlechtes Image besonders in Deutschland ein Problem ist. In anderen Ländern, beispielsweise den USA oder Süd-Europa, geht man mit dem Schädlingsbekämpfer selbstverständlicher um. Die Diplomarbeit will mit Vorurteilen aufräumen und damit ein humorvolles Bild des Kammerjägers vermitteln.
Christine Loose entwarf eine Kampagne für mehr Sicherheit auf deutschen Straßen. Der Unfallort selbst wird zum Thema. Die nicht mehr sichtbaren Unfallspuren werden durch wieder Realität und ins Bewusstsein gebracht.
Jasmin Klose hat unter dem Titel "Goldstück" einen Imagefilm für den legendären Vespa-Roller gemacht. Die Vespa ist auch Kultobjekt, ihre Erfindung ein Geniestreich. Der Film transportiert den Schaltroller mit seinem individuellen Lebensstil. Das Bedürfnis, eine Vespa zu besitzen, ist Ziel des Imagefilms.
Andre Bourguignon stellt ein Magazin für Gerüchte vor ("Fama"). Gerüchte gibt es schon immer, im Zeitalter der Massenmedien sind sie bedeutsamer denn je. Das Magazin ist als Phänomenologie der Gerüchte gedacht, die Inhalte, Entstehung, Verbreitung, Bekämpfung oder Benutzung von Gerüchten erläutert und soll Schemata aufzeigen, die sich immer wieder finden, etwa auch an der Börse oder in der Werbung.
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Erschienen am: 30.03.2004
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